Mein Vorurteil bezüglich dem Baltikum ist, dass es hier von wunderschönen jungen Frauen wimmelt.

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An Marcs Grinsen kann man erkennen: im Gegensatz zu meinen Vorurteilen gegenüber den Finnen, sind die baltischen tatsächlich Wahr. Ich habe noch nirgends so viele schöne, gut gekleidete, entspannte Frauen gesehen wie in Tallinn und sie scheinen gerne Rudel zu bilden. Nachdem ich jetzt 2 Wochen im Wald gelebt habe ist das ein bisschen viel für mich…

Die Altstadt von Tallinn (alles UNESCO Weltkulturerbe!!) ist winzig, man kann so ziemlich jede Gasse innerhalb von 2 Stunden ablaufen. Da es auch eine der schönsten ist in Europa besuchen Tallinn jährlich 1.5 millionen Touristen. Man kann sich also vorstellen was in der Altstadt los ist.

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Trotzdem gefällt uns Tallinn sehr gut. Touristen werden hier wie Gäste behandelt und nicht wie Milchkühe. Wir Essen in den besten Restaurants zu bezahlbaren Preisen. Das Essen ist gut, das (meist weibliche) Servicepersonal spitze.

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Besonders hervorheben möchten wir Rateskaevu 16, laut Tripadvisor das beste Restaurant in Tallinn und das zurecht. Das Essen ist gut, unsere Servicekraft, Kristi, ist umwerfend. Sie gibt alles um selbst Mister Grummel himself ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, mit Erfolg. Sie verkauft sich und das Restaurant sehr gut. Jeder Zürcher Gastronom müsste mal Zwangsurlaub hier oben machen um zu sehen wie es richtig gemacht wird. Natürlich ist uns klar, dass all die Schmeicheleien und das Geflirte eine Trinkgeldfördernde Massnahme ist, trotzdem: Hier läuft jeder Gast mit einem Lächeln raus.

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Neben dem Gefühl die besten Gäste aller Zeiten zu sein, gibt uns Kristi auch noch ein Tip wo wir das Mittsommerfest feiern könnten. Pühajärve jaanituli ist das grösste Mittsommerfestival in Estland. Und da es südlich liegt, mehr oder weniger auf unserem Weg nach Riga, entscheiden wir uns dorthin zu fahren.

Vorher haben wir aber natürlich noch unsere Toursitenpflicht erfüllt und ein bisschen Tallinn und Umgebung angeschaut. Am ersten Tag machen wir eine Hopp-on Hopp-off Bustour.

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Das ist übrigens das Stadium in dem alle 5 Jahre das estnische Gesangsfestival stattfindet. Aus allen Landesteilen kommen dann die Chöre um hier zu singen. 200’000 Menschen. Die Architektur ist der Hammer.

Am Tag 2 fahren wir in den Lahemaa Nationalpark um ein bisschen zu spazieren, denn Tallinn hat man doch sehr schnell gesehen.

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Mehr Wälder, yeah! Als wir uns auf den Weg nach Pühajärve Richtung Süden machen passieren wir irgendwann eine unsichtbare Grenze und die Vegetation ändert drastisch. Der unendliche karge nordische Nadelwald wird durch Laubbäume und fruchtbare Landwirtschaftsflächen ersetzt. Ich glaube ich habe es geschafft und die Wälder hinter mir gelassen!

Der Kontrast zwischen dem Mittsommerfest in Finnland und Pühajärve jaanituli könnte nicht grösser sein. Hier ist nix mit Tradition. Es handelt sich um ein ziemlich konventionelles Festival an dem pro-forma noch ein Stapel Holz angezündet wird. Hier sind vor allem junge Leute und es geht hauptsächlich ums betrinken. Marc und ich amüsieren uns über die teils unsäglich betrunkenen Partygänger. Die Bands sind vorwiegend estnisch und wir verstehen kein Wort, den Leuten scheint es aber zu gefallen.

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Am nächsten Tag fahren wir dann weiter bis Riga. Kurz vor Riga gibt es ein riesen Stau: Die Polizei hat die ganze Autobahn gesperrt, jeder muss zum Alkoholtest. Die werden schon wissen wieso. Das ist bereits mein zweiter Alkoholtest in diesen Ferien.

Und hier noch ein Selfi vor Ortsschild, dieses mal ein Insider für Papi:

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