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Die Teheraner sind freundliche, relaxte Leute. Keine Spur von radikalen Sittenwächter. Das war uns ja schon bekannt, wir sind aber dennoch erstaunt wie legere die Frauen hier unterwegs sind. Es trägt zwar jede ein Kopftuch, bei den meisten ist das aber so weit nach hinten gerückt, dass mehr von einem Tuch im Haar gesprochen werden kann. Zum Glück: die Frauen sind wunderschön. Ich bin auch überrascht, dass ich CNN im Hotel empfangen kann. Nur das Internet ist kaputt: Facebook, youtube, twitter, und Blick.ch sind blockiert. Threma und Telegram funktionieren dafür seltsamerweise.

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In Teheran bekommt man einfach alles, ausser Alkohol versteht sich. Von Sanktionen keine Spur: das Display meines Handys ist zerbrochen. Also ab in den Handybezirk, eine Stunde später ist das Ersatzteil besorgt und eingebaut, für 2.5 Millionen Rial, entspricht ca 65 Dollar. No Problem Sir.

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Nur de Verkehr in Teheran ist mörderisch (28’000 Tote pro Jahr im Iran). An geraden Tagen dürfen nur Autos mit geraden Nummern fahren, an ungeraden nur die Ungeraden, Taxis ausgenommen. Ein Liter Diesel kostet ca 15 Rappen.

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Das Problem aber ist, dass es scheinbar keine Regeln gibt im Verkehr. Auch wenn Plakate darauf aufmerksam machen, dass man nicht kreuz und quer über die teils 3 spurigen Strassen fahren soll, hält sich niemand daran. Als Fussgänger muss man den Arm nach unten halten und wagemutig in den Verkehr hinauslaufen. Die Autos und Motorräder halten dadurch zwar nicht an, aber weichen dann aus, hoffentlich.

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Auf der ganzen Reise wird uns Hassan begleiten. Hassan ist um die sechzig und ein erfahrener Reiseführer. Er führt Touristen durch den Iran, aber auch Iraner durch Indien und Sri Lanka. Iran sei angenehmer: hier sind die Reiseteilnehmer nicht besoffen. Er ist aus Yazd, hat drei Söhne und zwei Enkel. Ein ruhiger höflicher Mann.

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Ich glaube wir sind ein bisschen eine Herausforderung für ihn. Wir sind ja keine Kulturreisende, die Antike und Museen interessieren uns nur soweit das hilft das Iran von heute zu verstehen. Statt eines Tagesbefehls lassen wir uns lieber treiben und schauen wo es uns hinspühlt. Gestern hat Mattias ein kleines Restaurant entdeckt: sehr zu Marcs und meinem Entsetzen gab es in dem Restaurant nur gekochter Lammkopf. Hirn, Zunge, Auge. Mattias, gelernter Metzger, war im siebten Himmel. Marc und ich haben dankend verzichtet.

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Und was haben wir jetzt eigendlich gemacht in Teheran? Ich denke was man halt so macht in Teheran als Tourist: Juwelenmuseum, Nationalmuseum, Bazar, Golestan Palast, die Residenz des letzten Shahs, maydan-e Azadi.

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Da die Stadt laut und stinkig und gigantisch ist (14 millionen Einwohner) entschliessen wir uns den Hausberg zu besuchen. Der ist tatsächlich ein Berg: 3800 Meter!

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Mit der längsten Gondelbahn der Welt (TÜV geprüft) kann man hoch fahren. Oben ist es -9 Grad und man kann Skifahren! Leider sind wir zu spät um es bis nach oben zu schaffen denn am Abend geht schon unser Flug nach Shiraz.

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