Achtung: es folgt einer meiner berüchtigten pedagogisch wertvollen Beiträgen!

Das ist der Tower of Silence in Yazd.

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Die Zarathuster (?) haben ihre Toten dort oben hingelegt damit diese von den Vögeln gefressen werden. Tag und Nacht wurde der Vorgang von einer Wache beobachtet um zu überprüfen ob zuerst das linke oder das rechte Auge ausgepickt wird. Rechts und der Himmel war dem Toten sicher, links und es drohte die Hölle. Diese Bestattungsart wurde aus hygienischen Gründen vor bald 80 Jahren im Iran verboten. Einzig in Mumbay, wohin viele Zarathuster nach der Islamisierung des Irans geflüchtet sind (weil sie keine Steuern bezahlen wollten, wie sich Hassan überzeugt zeigt) gibt es noch einen solchen Turm in Betrieb. Die Inder haben es ja bekanntlich nicht so sehr mit der Hygiene, plus wird der grösste Industriebetrieb Indiens, Tata, von Zarathustern kontrolliert, ihr Einfluss in Indien ist also ganz beträchtlich.

Dies ist die ehemalige Residenz des Gouverneurs der Provinz Fars.
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In Yazd wird es im Sommer bis zu 50 Grad heiss. Damit das erträglich wird haben sich die Menschen schon vor tausenden von Jahren eine geniale Kühltechnik erdacht: Der Wind bläst die heisse Wüstenluft über das Wasserbecken. Die so abgekühlte Luft wird von Turm eingefangen und nach unten ins Gebäude gedrückt wo der Luftstrom erneut über ein Wasserbecken geführt wird. Funktioniert perfekt und ohne jeden Energieverbrauch.

Dies ist die Jāmeh Mosche in Yazd.
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Sie wurde im zwölften Jahrhundert erbaut und besitzt die höchsten Minarette im Iran. Sie ist auf der 20000 Rial Note abgebildet. Die Kacheln sind nicht bemalt: Das sind Mosaike aus verschiedenfarbigen Keramiken. Die meisten Kacheln sind angeblich noch original und halten ewigs. Minarette sind ein eher seltenerer Anblick im Iran. Hassan sagt, früher hat man Minarette gebaut um von weitem sichtbar zu machen wo sich eine Mosche befindet und um zum Gebet zu rufen. Heute ist das nicht mehr notwendig: Dank Karten weiss jeder wo sich die Moschen befinden und smartphone Apps berechnen den richtigen Gebetszeitpunkt.

Das ist ein Delica.
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Bei uns wurde der Delica unter dem Namen L300 verkauft. Hier dienen sie als Sammeltaxis. Es muss hunderttausende davon geben. Um ein Sammeltaxi zu besteigen wartet man an einer viel befahrener Kreuzung und winkt. Das Sammeltaxi wird langsamer und man schreit dem Fahrer das gewünschte Fahrziel zu. Falls dem Fahrer das Ziel passt hält er, falls nicht versucht man sein Glück beim nächsten. Fahrerinnen habe ich nie gesehen. Frauen fahren hier aber zahlreich Auto.

Das ist Darius der erste, König der Könige.
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Vor 2500 Jahren war Darius einer der wichtigsten Achemiden Herrscher. Die Achemiden waren die erste Supermacht der Menschheitsgeschichte. 28 Königreiche, vom Mittelmeer bis nach Indien haben die Achemiden unterworfen. Die Szene zeigt die Audienz eines der Könige bei Darius. Der König muss sich die Hand vor den Mund halten: Darius wollte den Mundgeruch der Könige nicht riechen müssen. Für diese Audienzen, welche jeweils am persischen Neujahr stattfanden, hat Darius eine ganze Stadt bauen lassen, Persepolis. Die Achemiden herrschten 200 Jahre lang, bis ein relativ unbedeutender makedonischer König mehr oder weniger ungehindert durch das Reich marschierte und alles dem Erdboden gleich machte was sich ihm in den Weg stellte, inklusive Persepolis. Der König hiess Alexander der Grosse.