Jetzt geht es endlich ab durch die Mitte. Ins Hochland wo die F-Strassen anfangen. Nur für 4×4 *grins*

Ah, und Pferde selbstverständlich:

Wir verlassen die F-Strasse, weil ich auf der Crusty-Burger-Karte auf dem Camping gesehen habe, dass es einen Pfad geben soll, der uns bis ganz nahe an den Hofsjökull Gletscher bringen soll.

Unsere Karte und das Navi sagt aber, dass es dort nicht weitergeht. Naja, wir versuchen es (ich überrede Alex ein Abenteuer zu wagen), und tatsächlich: Als wir schon glauben die Strasse endet, wie auf der Karte eingezeichnet, finden wir einen kaum sichtbaren Weg dem wir immer weiter folgen, über Stock und Stein im Schritttempo bis wir endlich beim Gletscher sind.

Hier oben gibt es nur noch Steine und keinerlei Vegetation. Wir begegnen keinem Auto für viele Stunden. Wir sind beide etwas erleichtert, als wir die Hütte in der Ferne sehen von wo aus die “offizielle” Strasse wieder weitergehen soll. Leider sind da noch ein paar Flüsse im Weg, keine Bäche, richtige Flüsse und nein, es hat keine Brücken hier. Also entweder da durch, ohne jede Ahnung und Erfahrung, oder die 4 Stunden über die Steinwüste zurück. Ich fahre mit viel Schwung durch und obwohl Quitschi tatsächlich anfängt wegzuschwimmen reicht der Schwung um sich am gegenüberliegenden Ufer mit den Vorderrädern festzubeissen. Wir haben nasse Füsse und die Hosen voll. Das war nicht besonders schlau, und das Schild, natürlich auf der falschen Seite des Flusses, bestätigt das:

Der Hüttenwart bei Laugafell, wo wir campen, war überrascht, dass es dort eine Strasse gibt, und etwas schockiert, dass wir dort durchgefahren sind: I’m glad you made it here.

Das waren wir auch denn Laugafell ist wirklich schön, eine grüne Oase in Mitte der Steinwüste. Und es gibt eine warme Quelle. Seit Jahrhunderten ein Rastplatz für Ross und Reiter.

Die Nächsten 2 Tage halten wir uns mehr oder weniger brav an die F-Strassen und fahren nach Landamannalaugar.

Die Farben und die Kontraste sind wirklich einzigartig. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.

In Landamannalaugar ist was los, Mount-Everest Basecamp feeling:

Die Touristen werden von Rejkiavik Carweise hierher gekarrt. Ausserdem ist es der Start-End Punkt einiger bekannten Wanderroute. Und es hat eine heisse Quelle. Nachdem wir das Hinweisschild lesen verzichten wir aber trotz Dauerregen und eisige Temperaturen auf ein Bad. Hier badet die Welt, zu tausenden jeden Tag, ohne zu duschen vorher. Der Hinweis auf eine sonderbare Hautreizungserkrankung, die hier immer wider auftauchen soll, überrascht uns nicht.

Aber es lohnt sich trotzdem: